Inklusion

Durch die UN-Behindertenrechtskonvention 2009, Artikel 24, wird ein Recht auf Bildung und ein inklusives Schulsystem völkerrechtlich als verbindlich erklärt. Daher werden in Nürnberg von allen Förderschulen in enger Kooperation mit den örtlichen Kindergärten und den Sprengelschulen verstärkt unterschiedlichste Förderangebote zum Verbleib im Regelkindergarten und in der Grund- und Mittelschule durchgeführt.

Folgende unterstützende Maßnahmen bietet die Paul-Moor-Schule in Nürnberg an:

  • Einsatz der Mobilen Sonderpädagogischer Hilfen (MSH) in Kindergärten und der Mobilen Sonderpädagogischen Dienste (MSD).

    Die Paul-Moor-Schule leistet jetzt 64 Wochenstunden MSD an den 20 Sprengelschulen im nördlichen Nürnberger Raum. Kindergärten werden mit 73 Wochenstunden MSH unterstützt.

  • Im Schuljahr 2016/2017 werden zwei Schulen mit dem Schulprofil Inklusion unterstützt. Die Bismarckschule (GS) und die Friedrich-Hegelschule. An beiden Schulen wird jeweils eine Studienrätin im Förderschuldienst mit 13 Stunden abgestellt.

  • Im Sprengel der Paul-Moor-Schule gibt es im Schuljahr 2016/2017 zwei Kooperationsklassen mit der Bismarckschule.

    Kooperationsklassen sind Klassen der allgemeinen Schule, die Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf besuchen. Eine Lehrkraft der Paul-Moor-Schule betreut die Kooperationsklasse mit mehreren Stunden pro Woche.

  • Außerdem werden einzelne Schüler, bei denen entsprechende Voraussetzungen vorliegen und die Möglichkeit einer angemessenen Beschulung besteht, an Regelschulen unterrichtet. (Einzelinklusion)

 

Inklusion bedeutet auch eine Stärkung des Entscheidungsrechts für Eltern

 

  1. Die Paul-Moor-Schule  wie die allgemeinen Schulen in Nürnberg bieten verschiedene Wege der Förderung an und können somit beide der geeignete Förder- und Lernort für Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf sein. Die Vielfalt der schulischen Organisationsformen ist damit für alle Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf gewährleistet
  2. Die Erziehungsberechtigten entscheiden im Regelfall, ob ihr Kind die allgemeine Schule oder die Förderschule besucht.
  3. Ziel ist es, im Dialog zwischen Eltern und Schule die verschiedenen Lernorte für das jeweilige Kind und die Möglichkeiten des Lernens auszuloten, um den individuellen Lernort auszuwählen und den Bildungsweg des Kindes bestmöglich zu gestalten.
  4. Grundsätzlich gilt es bei der Diskussion um die Realisierung der Inklusion zu bedenken,dass schulorganisatorische und strukturelle Vorgaben nicht per se wirken.Sie stellen Rahmenbedingungen für die pädagogische Arbeit dar. So stellen unterschiedliche wissenschaftliche Untersuchungen übereinstimmend fest,dass der schulische Erfolg maßgeblich vom atmosphärischen Klima der Lerngruppe, den didaktischen Qualifikationen der Lehrkräfte und der Qualität der päd. Beziehungen abhängt. Allen voran steht die Wirkung der Lehrerpersönlichkeit. (Ahrbeck,2012).

 

Weiterführende Literatur zum Thema Inklusion:

    1. Ahrbeck,B.(2011/12) Der Umgang mit Behinderung. Stuttgart:Kohlhammer
    2. Speck,O.(2010) Schulische Inklusion aus heilpädagogischer Sicht. Rhetorik und Realität.München:Reinhardt

     

    Weitere Informationen:

    www.km.bayern.de

    www.schulberatung.bayern.de www.meinbildungsweg.de