Stütz- und Förderklassen (SFK-ILF)

Dependance Buchenbühl - Kalchreuther Str. 130

Die Sonderpädagogischen Stütz- und Förderklassen (SFK) sind als Teil der Paul-Moor-Schule in Nürnberg- Buchenbühl angesiedelt. Sie stellen eine Form der schulischen Förderung  von Schüler/innen dar, die sehr hohen Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung sowie im Lernen haben.

 

Aufbau der SFK

Die SFK umfassen ein teilstationäres Angebot für Schüler der 5. bis 7. Jahrgangsstufe.

Die Klassen werden nach dem Lehrplan der Schulen zur Individuellen Lernförderung unterrichtet.

Im Zeitraum zwischen 7.45 Uhr und 16.15 Uhr sind sowohl Schule als auch Jugendhilfe personell innerhalb dieser Stütz- und Förderklassen tätig.

Schulisches Personal (je Klasse  ein/e Sonderpädagoge/in und eine Heilpädagogische Unterrichtshilfe) und Jugendhilfepersonal (je Klasse ein/e Sozialpädagoge/in und ein/e Erzieher/in) kooperieren dabei mit klarer Aufgabenstellung in einem integrativen System.

Zudem stehen ein Dienst für Familien und ein Psychologe zur Verfügung.

In der Mittagszeit inkl. Mittagessen werden die Kinder von den jeweiligen Pädagogen/innen betreut.

Mit verschiednen Angeboten wird der Tag strukturiert und rhythmisiert. Vielfältige Angebote (Leistungsgruppen in Deutsch und Mathematik, Lernwerkstatt Mathematik, konsequenter und kontinuierlicher Förderunterricht, Tanzgruppe, Fahrradwerkstatt, verschiedene Projekte,...)  zielen auf die Interessen und Bedürfnisse der Schüler/Innen ab. 

Schulpersonal und Jugendhilfepersonal verstehen sich als ein Team, arbeiten eng, vertrauensvoll und partnerschaftlich zusammen. Ziel ist eine gemeinsame strukturelle und methodische Kooperation und integrative Verzahnung der konkreten pädagogischen Arbeit durch Zusammenführung von

Förder- und Erziehungsplänen der Schule und Hilfeplänen der Jugendhilfe.

 

Zielsetzung

Unsere Zielstellung ist die Reintegration unserer Schüler/innen an eine Regelschule, eine Förderschule bzw. sie beim Übergang in eine berufliche Ausbildung zu begleiten.

Die Schüler/innen verbleiben innerhalb ihrer Familien. Elternarbeit, Elterntraining und Beratung im Familiensystem der Kinder und Jugendlichen sind daher elementarer Bestandteil der Arbeit in der SFK und Aufgabe aller Professionen.

 

Zielgruppe:

In unsere sonderpädagogischen Stütz- und Förderklassen werden schulpflichtige Kinder und Jugendliche der 5. und 6.Jahrgangsstufe aufgenommen und diese bis zur einschl. 7. Jahrgangsstufe beschult, deren sonderpädagogischer Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung und im Lernen das reguläre Schulangebot ihrer Stammschule momentan übersteigt und deshalb einer besonders strukturierten, individuellen und intensiven Betreuung und Beschulung bedürfen. Die Schüler/innen müssen dem ASD bekannt sein, Eltern Antrag auf Hilfen zur Erziehung gestellt haben.

 

Diagnostik:

Bei den Kindern und Jugendlichen der Stütz- und Förderklassen wird eine Eingangs-, Verlaufs und Abschlussdiagnostik durchgeführt, um ihre seelische Entwicklung während der gesamten Maßnahmen zu verfolgen und positiv zu beeinflussen.

Ziel der psychologischen Diagnostik ist es, mit Hilfe von psychologischen Testverfahren (Leistungstest und projektive Testverfahren), Exploration und Verhaltensbeobachtungen einen psychischen Befund bei den Schüler/innen zu erheben und daraus abgeleitet gegebenenfalls eine Therapienotwendigkeit zu formulieren. Bei Verdacht auf psychiatrische bzw. neurologische Erkrankungen wird eine Abklärung durch Fachärzte veranlasst.

 

Therapie:

Bei Kindern mit Therapiebedarf schließt sich eine therapeutische Begleitung im wöchentlichen Turnus an. Mit Elementen aus der Spiel- und Verhaltenstherapie wird an den psychischen Problemen der Kinder und Jugendlichen gearbeitet, um ihre seelische Entwicklung günstig zu beeinflussen.

 

Beratung:

Die Erkenntnisse aus der Psychodiagnostik und den psychologischen Beobachtungen aus den Therapieverläufen werden unter Wahrung der Schweigepflicht in regelmäßig stattfindenden Fallbesprechungen mit den Pädagogen/innen  besprochen, um den Hilfeprozess zu unterstützen. Es werden, gestützt auf die psychologischen Befunde, gemeinsam mit den Pädagogen/innen Vorgehensweisen im Umgang mit den Kindern entwickelt, welche für den gesamten pädagogischen Alltag von Bedeutung sind. Eltern werden soweit wie möglich in die pädagogische Arbeit mit einbezogen und dabei unterstützt.

 

Aufnahmeverfahren:

In die Stütz- und Förderklassen werden Kinder aufgenommen, die einen Förderbedarf sowohl
im Lernen als auch im sozial-emotionalen Bereich haben.

Es gibt grundsätzlich zwei Wege, wie Schüler aufgenommen werden:


1.  Kind ist schon ein Schüler eines Förderzentrums in Nürnberg

     a)   Kind wird entweder der Schulleitung der Paul-Moor-Schule oder einer
           Lehrkraft der Stütz- und Förderklassen gemeldet (Wichtig: Über diese
           Meldung sollte der zuständige ASD-Mitarbeiter informiert sein).

     b)   Der erhöhte Förderbedarf im sozial-emotionalen Bereich wird durch die
           Lehrkraft der Stütz- und Förderklassen diagnostiziert. Ein Gutachten/
           Stellungnahme zum Förderbedarf wird erstellt.

     c)   Spätestens jetzt erneute Kontaktaufnahme durch die diagnostizierende
           Lehrkraft mit dem Jugendamt.

     d)   Antrag der Eltern beim Jugendamt auf Hilfe zur Erziehung

     e)   Jugendamt erstellt eine sozialpädagogische Diagnostik

     f)    Jugendamt genehmigt die Maßnahme

     g)   Aufnahmegespräch zwischen Schulleitung, Jugendhilfe und Eltern und
           Schüler

     h)   Aufnahme in die Stütz- und Förderklasse

2.  Kind ist noch kein Schüler eines Förderzentrums in Nürnberg

     a)   Fall wird dem MSD gemeldet
     b)   MSD formuliert einen Förderbedarf im sozial-emotionalen Bereich und
           im Lernen
     c)   Weiterleitung an die Lehrkräfte der Stütz- und Förderklassen
     d)   Gutachtenerstellung entweder durch MSD oder Lehrkräfte der SFK
     e)   Währenddessen Kontaktaufnahme mit dem ASD
     f)   Weiterer Verlauf siehe oben (d)

Informationen zu SFK - ILF