• Schulvorbereitende Einrichtungen (SVE)

    Frühe Hilfen sind die wirksamsten Hilfen.
    Deshalb setzt die sonderpädagogische Förderung bereits im Vorschulalter ein.

    • Für Kinder mit Entwicklungsrisiken in den letzten 2 Jahren vor Schulbeginn
    • in kleinen Gruppen
    • mit geschultem Fachpersonal

    Wege in die SVE

    Ein Kind ist im Bereich Lernen, Sprache und/oder Verhalten auffällig bzw. entwicklungsverzögert. Die Eltern sorgen sich um die Entwicklung ihres Kindes, das Kind wird im Kindergarten auffällig oder die Eltern werden von einem Fachdienst (z.B. Frühförderungsstelle, niedergelassene Praxis, KJAD) auf die Möglichkeit der vorschulischen Förderung in einer SVE aufmerksam gemacht. Es besteht Beratungsbedarf. Es gibt grundsätzlich vier Möglichkeiten, wohin man sich wenden kann:

    1. Zentrale Beratungsstelle für Kinder/Jugendliche mit Entwicklungsauffälligkeiten und Behinderungen (ZEBBEK)

      Hier erfolgen in der Regel eine medizinische und psychologische Untersuchung des Kindes, verbunden mit eingehender Beratung über Fördermöglichkeiten für das Kind sowie Kontaktaufnahme mit der zuständigen SVE.

      Gesundheitsamt Nürnberg ZEBBEK
      Burgstr. 4
      90403 Nürnberg
      Tel. 0911 231-3807
      (Sekretariat Mo-Fr 08:30-15:30 Uhr)

    2. Opens external link in new windowBeratungsstelle für Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf

      Hierhin können sich die Eltern (v.a. von jüngeren Kindern) wenden. Es findet eine ausführliche Diagnostik statt, die Grundlage für ein Gutachten, sowie eine Beratung mit Empfehlung ist. 

      • Förderung (Psychomotorik, Spielgruppe, Sprachtherapie) in der Beratungsstelle
      • Logopädie, Ergotherapie bei einem niedergelassenen Therapeuten
      • Förderung durch andere Fachdienste 
        (Lebenshilfe, Kinderhilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie, HNO-Arzt)

      • Aufnahme in eine SVE
        • Beratungsstelle nimmt Kontakt zur SVE auf
        • Gutachten wird weitergeleitet
        • bei freiem Platz erfolgt Aufnahme

      Beratungsstelle
      Allersberger Str. 61
      90461 Nürnberg
      Tel. 0911 468077

    3. Eltern wenden sich direkt an zuständige SVE

      Über die SVE und die dort zuständige Sonderschullehrerin: die Eltern werden mit dem Kind vorstellig, es erfolgt ein Anamnesegespräch, Erhebung des Leistungs- und Entwicklungsstandes des Kindes und Erstellung eines Gutachtens bei der Aufnahme.
    4. Kindergarten

      Der Kindergarten wendet sich an das zuständige Förderzentrum und beantragt mit Einverständnis der Eltern mobile sonderpädagogische Hilfe (MSH). Hierfür wird der entspechende Vordruck an das zuständige Förderzentrum geschickt.

     

    >>>SVE-Flyer<<<

     

     

  • Diagnose- und Förderklassen (DFK)

    Diagnose- und Förderklassen sind ein Angebot an schulpflichtige Kinder, die wegen Teilleistungsstörungen oder erheblicher Lernschwäche, oft verbunden mit Sprach- und Anpassungsschwierigkeiten, am Unterricht der Grundschule trotz intensiver stationärer und mobiler Fördermaßnahmen nicht erfolgreich teilnehmen können.
    Diese Klassen sind in der Regel für drei Jahre angelegt und ersetzen die ersten zwei Jahre der Schulpflicht. Der Unterricht wird von den Lernzielen und Lerninhalten des Grundschullehrplans bestimmt. Nach dem ersten Schuljahr (Klasse 1) besuchen die Kinder ein eingeschobenes Jahr (Klasse 1 A).

    Damit wird der Lehrstoff der 1. Klasse auf zwei Jahre verteilt. Es bleibt Zeit für intensive Fördermaßnahmen. Die Höchstzahlen pro Klasse liegen derzeit bei 12 - 14 Kindern. Der Unterricht ist so konzipiert, dass Lernschwächen, Lernstörungen und Teilleistungsstörungen der Kinder möglichst genau erfasst und in individuellen Förderplänen berücksichtigt werden.

    Die Arbeit in der Diagnose- und Förderklasse 2 (3. Schulbesuchsjahr) setzt andere Schwerpunkte. Psychomotorische Elemente im Unterricht treten zurück zugunsten intensiver Förderbemühungen, um eine Rückführung an die Grundschule in die 3. Klasse vorzubereiten. Dies gelingt bei ca. 30 Prozent der Kinder, wobei eine enge Zusammenarbeit mit der aufnehmenden Grundschule stattfindet. Manche Kinder besuchen noch die 3. und 4. Klasse am Förderzentrum und wechseln dann in die 5. Klasse der Hauptschule der jeweiligen Nürnberger Sprengelschule. Nach dem Zwischenzeugnis der zweiten Klasse findet eine intensive Elternberatung im Hinblick auf die weitere Schullaufbahn statt. Der gemachte Vorschlag ist für die Eltern nicht bindend. Die Rückkehr an die Grundschule ist rechtlich generell möglich.



  • Jahrgangsstufen 3-6

    Lernen, Sprache, sozial-emotionales Verhalten

    Der Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler bestimmt den Lehrplan, nach dem sie unterrichtet werden

    Bei entsprechenden Leistungsvoraussetzungen in Deutsch und/oder Mathematik können die Schülerinnen und Schüler durch Maßnahmen der äußeren Differenzierung unterrichtet werden. Somit kann flexibel auf die Lern- und Leistungsentwicklung jedes Kindes reagiert werden. In jedem Fall liegt der Schwerpunkt der Förderung beim Lesen, Schreiben und Rechnen.
    Jeweils nach der 4. und 6. Jahrgangsstufe erfolgt auf der Grundlage einer fundierten Diagnostik eine Empfehlung zur weiteren Schullaufbahn (Wechsel an die jeweilige Sprengel- Hauptschule in Nürnberg oder Weiterbesuch an der Paul-Moor-Schule).

  • Jahrgangsstufen 3-6

    Lernen, Sprache, sozial-emotionales Verhalten

    Der Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler bestimmt den Lehrplan, nach dem sie unterrichtet werden

    Bei entsprechenden Leistungsvoraussetzungen in Deutsch und/oder Mathematik können die Schülerinnen und Schüler durch Maßnahmen der äußeren Differenzierung unterrichtet werden. Somit kann flexibel auf die Lern- und Leistungsentwicklung jedes Kindes reagiert werden. In jedem Fall liegt der Schwerpunkt der Förderung beim Lesen, Schreiben und Rechnen.
    Jeweils nach der 4. und 6. Jahrgangsstufe erfolgt auf der Grundlage einer fundierten Diagnostik eine Empfehlung zur weiteren Schullaufbahn (Wechsel an die jeweilige Sprengel- Hauptschule in Nürnberg oder Weiterbesuch an der Paul-Moor-Schule).

  • Jahrgangsstufen 7 bis 9

    Die Sonderpädagogischen Diagnose- und Werkstattklassen (SDW)

    Ein wesentliches Ziel der Oberstufe ist das Erreichen von Berufswahlreife, d.h. die Fähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler zu erkennen, für welchen Beruf sie gut oder auch weniger gut geeignet sind.

    Besonders im Fach BLO (Berufs- und Lebensorientierung) können sich die Schüler/innen in Kleingruppen in verschiedenen Arbeitsfeldern (Gartenbau / Kochen / Wäschepflege / Farbe / Holz- und Metallbearbeitung und vieles mehr) erproben.

    Zwei Betriebspraktika in der achten und neunten Jahrgangsstufe helfen unseren Schülerinnen und Schülern einen Einblick in den Arbeitsalltag zu erlangen und die Berufswahlreife weiter zu entwickeln.  
    Bereits in der 7. Jahrgangsstufe wird Kontakt mit dem zuständigen Berater der Agentur für Arbeit aufgenommen, um den Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern rechtzeitig die Möglichkeit zu geben, den Übergang in die Arbeitswelt zu möglichen. Der "Psychologische Fachdienst" der Agentur überprüft alle Jugendlichen in Einzelterminen während der neunten Jahrgangsstufe, so dass in enger Kooperation mit der betreffenden Klassleitung für jeden Schulabgänger eine gemeinsame "Empfehlung zur beruflichen Eingliederung" ausgesprochen werden kann, die in ein umfangreiches Wortgutachten nach § 15.2 des Arbeitsförderungsgesetzes mündet.

    Die beruflichen Perspektiven unserer Schulabgänger sind unterschiedlich. So unterscheiden sich die beruflichen Empfehlungen nach dem noch vorhandenen individuellen Förderbedarf. Der Beginn einer Regelausbildung (Lehre) kann nur wenigen Schülerinnen und Schülern empfohlen werden. Viele finden den Weg in die Berufswelt über Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BVB), Sonderberufsschule, Ausbildungsbegleitende Hilfen. Auch besondere Berufe nach § 48 des Ausbildungsförderungsgesetzes (z. B. Beikoch, Metallwerker, Holzwerker, Hauswirtschaftstechnische Helferin...) ebnen für unsere Jugendlichen den Weg in die Arbeitswelt.

    Wie auch an der Hauptschule hat die Informationstechnische Grundbildung bei allen Schülerinnen und Schülern unserer Förderschule einen hohen Stellenwert. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbanken, Lernprogramme und Lernspiele - auch das Surfen im Internet - sind hier die Schwerpunkte der Arbeit mit dem Computer. Dazu  kann jede Klasse Termine im Computerraum reservieren.

    In jeder Oberstufenklasse 7-9 werden durch innere und äußere Differenzierung schwerpunktmäßig in Mathematik und Deutsch auch Lerninhalte des Lehrplans der Hauptschule vermittelt.  Generell machen alle Schüler/innen in der 9. Klasse eine Abschlussprüfung.

    Ab dem Schuljahr 2011/12 kann der Hauptschulabschluss an der Paul-Moor-Schule erworben werden.

  • Stütz- und Förderklassen (SFK-MS)

    Schüler der SFK-HS
    Schüler der SFK-HS
    Schüler der SFK-HS


    mit dem Förderschwerpunkt emotionale – soziale Entwicklung
    Schafhofstraße 27, 90411 Nürnberg

    Seit 1995 fassen wir hier Schule und Jugendhilfe zu einem besonderen Konzept unter einem Dach zusammen.

    Broschüre SKF-HS (pdf)
    Flyer SKF-HS (pdf)

    Zielgruppe

    In die Stütz-und Förderklassen werden Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 8 aufgenommen, die einen erhöhten Förderbedarf im emotional-sozialen Bereich aufweisen. Der Unterricht erfolgt nach dem Lehrplan der Mittelschule.

    Zielsetzungen

    Unsere übergeordneten Ziele sind:

    • Entwicklungsprozesse im emotionalen und sozialen Bereich der Schüler anzuregen, zu fördern und zu stabilisieren
    • die Freude am Lernen und Entdecken wieder zu vermitteln
    • die Familien in ihrer Erziehungsfähigkeit zu fördern und Perspektiven im sozialen Umfeld zu eröffnen
    • den Verbleib im häuslichen Umfeld zu sichern
    • die Rückkehr  in die allgemeine Schule zu ermöglichen

    Die Ziele unserer Arbeit stimmen wir mit den Kindern/Jugendlichen, deren Angehörigen, mit den zuständigen Fachkräften des Allgemeinen Sozialdienstes (ASD) bzw. Jugendamtes auf Grundlage des Hilfeplans gem. § 36 SGB VII und der schulischen Förderplanung nach § 19 I VSO-F ab.

    Umsetzung

    So erreichen wir unsere Ziele

    • Unser integratives Kooperationsmodell von Schule und Jugendhilfe wird in Form eines rhythmisierten Ganztagebetriebs umgesetzt.
    • Zwei – Pädagogen – System (zwei Pädagogen der Schule und/oder Jugendhilfe arbeiten während der Öffnungszeiten pro Gruppe/Klasse zusammen) - Öffnungszeiten: 7:30 Uhr bis 17:00 Uhr
    • Therapeutische Angebote
      • Antiaggressionstraining
      • Kommunikationstraining
      • Therapie (Verhaltenstherapie, Spieltherapie, Gesprächstherapie)
      • Psychomotorik



  • Stütz- und Förderklassen (SFK-ILF)

    Dependance Buchenbühl - Kalchreuther Str. 130

    Die Sonderpädagogischen Stütz- und Förderklassen (SFK) sind als Teil der Paul-Moor-Schule in Nürnberg- Buchenbühl angesiedelt. Sie stellen eine Form der schulischen Förderung  von Schüler/innen dar, die sehr hohen Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung sowie im Lernen haben.

     

    Aufbau der SFK

    Die SFK umfassen ein teilstationäres Angebot für Schüler der 5. bis 7. Jahrgangsstufe.

    Die Klassen werden nach dem Lehrplan der Schulen zur Individuellen Lernförderung unterrichtet.

    Im Zeitraum zwischen 7.45 Uhr und 16.15 Uhr sind sowohl Schule als auch Jugendhilfe personell innerhalb dieser Stütz- und Förderklassen tätig.

    Schulisches Personal (je Klasse  ein/e Sonderpädagoge/in und eine Heilpädagogische Unterrichtshilfe) und Jugendhilfepersonal (je Klasse ein/e Sozialpädagoge/in und ein/e Erzieher/in) kooperieren dabei mit klarer Aufgabenstellung in einem integrativen System.

    Zudem stehen ein Dienst für Familien und ein Psychologe zur Verfügung.

    In der Mittagszeit inkl. Mittagessen werden die Kinder von den jeweiligen Pädagogen/innen betreut.

    Mit verschiednen Angeboten wird der Tag strukturiert und rhythmisiert. Vielfältige Angebote (Leistungsgruppen in Deutsch und Mathematik, Lernwerkstatt Mathematik, konsequenter und kontinuierlicher Förderunterricht, Tanzgruppe, Fahrradwerkstatt, verschiedene Projekte,...)  zielen auf die Interessen und Bedürfnisse der Schüler/Innen ab. 

    Schulpersonal und Jugendhilfepersonal verstehen sich als ein Team, arbeiten eng, vertrauensvoll und partnerschaftlich zusammen. Ziel ist eine gemeinsame strukturelle und methodische Kooperation und integrative Verzahnung der konkreten pädagogischen Arbeit durch Zusammenführung von

    Förder- und Erziehungsplänen der Schule und Hilfeplänen der Jugendhilfe.

     

    Zielsetzung

    Unsere Zielstellung ist die Reintegration unserer Schüler/innen an eine Regelschule, eine Förderschule bzw. sie beim Übergang in eine berufliche Ausbildung zu begleiten.

    Die Schüler/innen verbleiben innerhalb ihrer Familien. Elternarbeit, Elterntraining und Beratung im Familiensystem der Kinder und Jugendlichen sind daher elementarer Bestandteil der Arbeit in der SFK und Aufgabe aller Professionen.

     

    Zielgruppe:

    In unsere sonderpädagogischen Stütz- und Förderklassen werden schulpflichtige Kinder und Jugendliche der 5. und 6.Jahrgangsstufe aufgenommen und diese bis zur einschl. 7. Jahrgangsstufe beschult, deren sonderpädagogischer Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung und im Lernen das reguläre Schulangebot ihrer Stammschule momentan übersteigt und deshalb einer besonders strukturierten, individuellen und intensiven Betreuung und Beschulung bedürfen. Die Schüler/innen müssen dem ASD bekannt sein, Eltern Antrag auf Hilfen zur Erziehung gestellt haben.

     

    Diagnostik:

    Bei den Kindern und Jugendlichen der Stütz- und Förderklassen wird eine Eingangs-, Verlaufs und Abschlussdiagnostik durchgeführt, um ihre seelische Entwicklung während der gesamten Maßnahmen zu verfolgen und positiv zu beeinflussen.

    Ziel der psychologischen Diagnostik ist es, mit Hilfe von psychologischen Testverfahren (Leistungstest und projektive Testverfahren), Exploration und Verhaltensbeobachtungen einen psychischen Befund bei den Schüler/innen zu erheben und daraus abgeleitet gegebenenfalls eine Therapienotwendigkeit zu formulieren. Bei Verdacht auf psychiatrische bzw. neurologische Erkrankungen wird eine Abklärung durch Fachärzte veranlasst.

     

    Therapie:

    Bei Kindern mit Therapiebedarf schließt sich eine therapeutische Begleitung im wöchentlichen Turnus an. Mit Elementen aus der Spiel- und Verhaltenstherapie wird an den psychischen Problemen der Kinder und Jugendlichen gearbeitet, um ihre seelische Entwicklung günstig zu beeinflussen.

     

    Beratung:

    Die Erkenntnisse aus der Psychodiagnostik und den psychologischen Beobachtungen aus den Therapieverläufen werden unter Wahrung der Schweigepflicht in regelmäßig stattfindenden Fallbesprechungen mit den Pädagogen/innen  besprochen, um den Hilfeprozess zu unterstützen. Es werden, gestützt auf die psychologischen Befunde, gemeinsam mit den Pädagogen/innen Vorgehensweisen im Umgang mit den Kindern entwickelt, welche für den gesamten pädagogischen Alltag von Bedeutung sind. Eltern werden soweit wie möglich in die pädagogische Arbeit mit einbezogen und dabei unterstützt.

     

    Aufnahmeverfahren:

    In die Stütz- und Förderklassen werden Kinder aufgenommen, die einen Förderbedarf sowohl
    im Lernen als auch im sozial-emotionalen Bereich haben.

    Es gibt grundsätzlich zwei Wege, wie Schüler aufgenommen werden:


    1.  Kind ist schon ein Schüler eines Förderzentrums in Nürnberg

         a)   Kind wird entweder der Schulleitung der Paul-Moor-Schule oder einer
               Lehrkraft der Stütz- und Förderklassen gemeldet (Wichtig: Über diese
               Meldung sollte der zuständige ASD-Mitarbeiter informiert sein).

         b)   Der erhöhte Förderbedarf im sozial-emotionalen Bereich wird durch die
               Lehrkraft der Stütz- und Förderklassen diagnostiziert. Ein Gutachten/
               Stellungnahme zum Förderbedarf wird erstellt.

         c)   Spätestens jetzt erneute Kontaktaufnahme durch die diagnostizierende
               Lehrkraft mit dem Jugendamt.

         d)   Antrag der Eltern beim Jugendamt auf Hilfe zur Erziehung

         e)   Jugendamt erstellt eine sozialpädagogische Diagnostik

         f)    Jugendamt genehmigt die Maßnahme

         g)   Aufnahmegespräch zwischen Schulleitung, Jugendhilfe und Eltern und
               Schüler

         h)   Aufnahme in die Stütz- und Förderklasse

    2.  Kind ist noch kein Schüler eines Förderzentrums in Nürnberg

         a)   Fall wird dem MSD gemeldet
         b)   MSD formuliert einen Förderbedarf im sozial-emotionalen Bereich und
               im Lernen
         c)   Weiterleitung an die Lehrkräfte der Stütz- und Förderklassen
         d)   Gutachtenerstellung entweder durch MSD oder Lehrkräfte der SFK
         e)   Währenddessen Kontaktaufnahme mit dem ASD
         f)   Weiterer Verlauf siehe oben (d)

    Informationen zu SFK - ILF
  • Berufsorientierungsprogramm (BOP)

    Das Berufsorientierungsprogramm BOP hilft Schülerinnen und Schülern ihre individuellen Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten zu erfahren und eine Vorstellung für die Berufswahl zu entwickeln.

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert hierzu Potenzialanalyse und Werkstatttage in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten.

    Ziele sind, die Zahl an Schulabgängern ohne Abschluss zu verringern, den Übergang von der Schule in eine duale Berufsausbildung zu erleichtern und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.

    Die Ergebnisse werden im Nürnberger Portfolio bzw. in anderen geeigneten Dokumentationen ( z. B. Berufswahlpass) dokumentiert. Das Berufsorientierungsprogramm ist in jeder Phase eine schulische Veranstaltung und wird in allen Projektphasen von Lehrerinnen und Lehrern der Paul-Moor-Schule begleitet.

    Inhaltlich stellt sich das BOP wie folgt dar:

     

    Projektphase                                                             Stunden

    Coaching der Lehrkräfte                                             2 Zeitstunden

    Vorbereitung der Potenzialanalyse                             2 Zeitstunden
    durch die Lehrkräfte in der Schule

    Anwesenheit während der Potenzialanalyse              2 Zeitstunden
    in der Schule

    Nachbereitung der Potenzianalyse                             2 Zeitstunden
    in der Schule

    Vorbereitung der praktischen Erprobung                    2 Zeitstunden
    in der Schule

    Anwesenheit während der praktischen                      20 Zeistunden
    Erprobung

    Nachbereitung der praktischen Erprobung                 10 Zeitstunden
    in der Schule

     

  • Maßnahme zur Vertieften Berufsorientierung

    Ziel der Maßnahme ist die Erhöhung der Berufswahlkompetenz der Schüler. In einem einwöchigen Berufsorientierungscamp lernen die Schüler wichtige bewerbungsrelevante Kompetenzen und erstellen eine Bewerbungsmappe mit Anschreiben und Lebenslauf.

    Konkret werden desweiteren folgende Ziele verfolgt:

    • Förderung berufsrelevanter sozialer und personaler Kompetenzen
    • Anwendung von Problemlösestrategien in berufsrelevanten Situationen
    • Benennen eigener Stärken und Schwächen
    • Sprachtraining für Schüler mit Migrationshintergrund
  • Maßnahmen zur Weiterentwicklung der schulischen Praxis

    Von der Paul-Moor-Schule werden in enger Kooperation mit Ausbildungsbetrieben und Handwerksmeistern unterschiedlichste Arbeitsfelder praktisch erprobt.

    Die praktische Arbeit mit Malermeister, Fliesenlegemeister, Köchen und Gartenbaumeister sind nur ein Teil der schulischen Praxis, die innerhalb des Unterrichtsfaches Berufs-und Lebensorientierung in jährlichem Rhythmus angeboten werden.

  • Betriebspraktikum

    Schüler der Paul-Moor-Schule erproben in einem 10-tägigen Praktikum ein individuell gewähltes Berufsfeld.

    Die Praktikumsplätze werden von den Schülern selbst ausgewählt.

    Die Lehrkräfte begleiten die Schüler durch das Praktikum, indem sie vorbereitend, nachbereitend und begleitend aktiv sind.